Gedanken zum AhnenFest AllerHeiligen 2011

am vorabend von allerheiligen feiern wir eines der alten und zentralen Feste im jahresKreis – jetzt, wo nach einer ersten kälteWelle noch einnmal die sonne herauskommt, ist die zeitQualität deutlich spürbar: die jetzige wärme ist nicht mehr das heiter-bunte und laute treiben des sommers, das jahr kommt zur ruhe, die bäume werfen die blätter ab, das obst ist runter, die einjährigen pflanzen und tiere sind gestorben, andere gehen in den winterschlaf.

zu dieser langsamer/ruhiger werdenden zeit paßt es, ein stilles und besinnliches fest im jahresKreis zu feiern: am vorabend von allerheiligen gedenken wir derer, die uns vorausgegangen sind;
wir erinnern uns an das, was uns mit ihnen verbindet und erzählen am feuer ihre geschichten – im ehrenden und versöhnlichen angedenken derer, ohne die wir selbst ja gar nicht da wären – seien es unsere persönlichen vorfahren: eltern, großeltern, urgroßeltern… oder auch geistige eltern, lehrer und menschen, die uns auf unseren lebensweg gebracht / begleitet haben.
hierdurch nähren wir unsere wurzeln und stärken unsere verbundenheit mit der welt – entsprechend der jetzigen zeitqualität mit ihrem jenseitigen teil, der “anderwelt”, und erinnern uns auch an freunde, bekannte, haustiere… in dankbarkeit für die zeit, die wir mit ihnen genießen durften.

nach der versöhnung mit dem, was hinter uns liegt, öffnet sich zugleich auch der raum dafür, den blick nach vorn zu richten: die von den bäumen gefallenen früchte des vergangenen sommers werden zu den samen des kommenden jahres, jetzt ist die zeit, bäume zu setzen – wörtlich wie auch im übertragenen sinn:

in der zweiten runde an unserem feuer gibt es deswegen die gelegenheit (für jeden, der das möchte), sich nach vorn zu orientieren, ausschau zu halten nach den eigenen träumen und visionen, von seinen ideen und vorhaben zu berichten, sich etwas zu wünschen…

soweit mal meine aktuellen gedanken zum diesjährigen allerHeiligen-jahresKreisFest… zum rahmen vielleicht noch: wir treffen uns 1 stunde vor sonnenUntergang, also ca 18.oo auf unserer wiese, wo wir in einer ecke einen kleinen “ahnenhügel” eingerichtet haben, machen ein kleines feuer, und jeder, der mag, kann etwas erzählen, was ihm (zum thema) in den sinn kommt; frei und zwanglos, so wie’s kommt, und ohne daß darüber diskutiert wird;

wer mag, kann gerne auch bilder von seinen verstorbenen mitbringen, oder z.b. einen gegenstand, der mit der erinnerung verbunden ist.

hm.
bevor ich jetzt hier ins schwafeln komme (morgens um halb zwei):
evtl vorhandene fragen dazu beantwort ich auch gern am telefon:

0781-99 02 777

herzlicher gruß,
miScha :-) guzik

* mögenallewesenglücklichsein *

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